
Impressionen: Mein Jakobsweg
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In Santiago de Compostella |
....gerade bin ich vor der Kathedrale angekommen. Gemeinsam mit Leo, einem Pilgerfreund.
Es war mein zweiter Jakobsweg. Vor zwei Jahren ging ich mit meiner Mutter und einer guten Freundin am Camino frances von Confranc (Pyrenäen) bis Mansilla des las Mulas (525 km) dann nur noch Teile des Weges (insgesamt 105 km) Diesmal ging ich alleine – meinen zweiten Jakobsweg: von Fromista bis Santiago de Compostella.
Was macht diesen Weg so anziehend, was ist das Besondere an diesem Weg? Seit ca. 1000 Jahren gehen Menschen diesen Weg. Viele seiner Kirchen, Klöster, Templerburgen, sind aufgrund des Weges zum Schutz der Pilger entstanden.
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| Vor der Pilgerherberge |
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Die Besonderheit einer Pilgerschaft besteht darin in die Fremde zu gehen. Der Pilger verläßt für einige Zeit Umgebung, seine Familie, seine Freunde, die Arbeit, den Alltag. Alles was eine Pilgerin braucht trägt sie in ihrem Rucksack. Das Leben am Jakobsweg ist einfach. Nach ein paar Tagen entwickelt sich eine Routine im Pilgeralltag: wandern – frühstücken – wandern – Mittagspause – wandern – eine Herberge aufsuchen - Wäsche waschen – ausruhen, Gespräche mit anderen Pilgern – Abendessen – Schlafen – Aufstehen – den Rucksack packen – gehen, gehen, ..... sonst ist nichts zu tun. Das Gehen in der Schönheit der Landschaft, frei von Autolärm, und allem was sonst so Tag für Tag auf uns einströmt,...befreit Gedanken, Herz und Sinne.
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Wegweiser |
Was dem Pilger auf dem Herzen liegt, wie er sich im Leben verhält, mit Gott und den Menschen in Kontakt ist, wird deutlich. Manchmal leicht und unauffällig, manchmal schmerzhaft. Und so beginnt die Wandlung... . Doch damit ist kein Pilger alleine, andere Pilger, die ihm auf dem Weg begegnen sind unterstützend solidarisch. Sie sind Ratgeber am Weg und in Lebensfragen. Pilger tragen einander. Auch Hospitaleros in den Herbergen pflegen und helfen dem Pilger.
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| Hinweisschild an der Weggabelung |
Im weiteren Gehen werden die Gedanken und Gefühle der Pilgerin klar, sie weiß was sie will und braucht, grenzt sich deutlicher ab, bewertet Lebensziele neu, erlebt Stärke und Kraft. Nimmt ihre Erfahrungen mit nach Hause, gewichtet vieles neu, verändert einiges im Leben und wird sich auch neu auf die Belastungen und Anforderungen des alltäglichen Lebens einlassen. Manchmal geht dieses Hinübergehen zurück in den Alltag sehr schnell und hart....
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